4 – kampf

veröffentlicht am 12. Mai 2012 von anna rider

politik ist die abwesenheit von gesundem menschenverstand im angesicht allzu vieler ansprüche. oder wie könnte man sich die neuste entwicklung rund um den flugplatz dübendorf sonst erklären?

viele aufmunternde meldungen habe ich auf meine ersten drei blog-einträge von euch erhalten. die düland-vision, die idee eines unabhängigen kleinen staates auf dem areal des flugplatzes dübendorf hat bereits viele anhänger gefunden. leider habe ich euch infolge anderweitiger verpflichtungen und selbstverschuldetem prüfungsstress arg vernachlässigt. und prompt hat unser eidgenössisches militärdepartament nach zahlreichen schützenpanzern, tausenden von armeewaffen und unzähligen rekruten nun auch noch den verstand verloren.

gemäss neusten, noch ‘geheimen’ meldungen soll der flugplatz dübendorf nicht mehr wie versprochen einer zivilen nutzung überführt werden, sondern im gegenteil in einen zentralen waffenplatz umgewandelt werden. natürlich sollen auch die düsenflieger wieder starten.

bloss weil man nicht weiss, wo der feind ist, in alle richtungen zu schiessen, ist wohl nicht die intelligenteste strategie. vielleicht sollte man sich zuerst einmal klar werden, was man eigentlich verteidigen will, bevor man überhaupt eine armee aufstellt. aber ich habe den leisen verdacht, dass unser militär sowieso schon lange nicht mehr dazu dient, zu verhindern, dass jemand in unser land einfällt, sondern bloss noch, dass dieses nicht selbst auseinanderfällt.

wir sollten aufhören, nur noch unsere vergangenheit und unseren besitzstand zu verteidigen, wir sollten beginnen, für eine zukunft zu kämpfen. die wichtigsten ressourcen unserer dienstleistungswelt sind nicht mehr irgendwelche bodenschätze oder anbauflächen, sondern ideen. die kampfzone in diesem krieg liegt nicht mehr auf irgend einem schlachtfeld, sondern in den köpfen der menschen. und wie, um alles in der welt, sollte man diese verteidigen können mit ein paar kampfflugzeugen? wenn wir die schweiz, dieses land, wirklich schützen und ihm eine zukunft schenken wollen, dann brauchen wir keine militärflugzeuge, sondern gedankenflüge.

 

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